Die rechte hintere Seitenverkleidung
wird abgenommen. Nun die Auffangwanne so unter den Motor
stellen, dass das Öl möglichst mittig in die Wanne fließen
kann. Jetzt kommt der 24er Ringschlüssel oder die Ratsche zum
Einsatz, wobei die Ratsche vorzuziehen ist. Die Ablassschraube
vorsichtig lösen. Mit der Ratsche dreht man die Schraube
leicht lose und wechselt dann die Nuss auf eine Verlängerung.
Hiermit wird die Schraube vollständig gelöst, aber mit
leichtem Druck noch festgehalten Das warme
bis heiße(!) Öl kann nun
ausströmen, ohne dass der Deckel samt innenliegendem Ölsieb
unter Federdruck herausspringt und in die Wanne mit dem Altöl
fällt. Sobald der erste Schwall ausgelaufen ist, kann die
Nuss samt Deckel,
Sieb und
Feder abgenommen werden.
Nun ein paar Minuten
warten, bis das alte Öl restlos ausgelaufen ist. In dieser
Zeit das Ölsieb reinigen und den Deckel mit dem Putztuch gut
abwischen, besonders den O- Ring, damit hernach keine
Undichtigkeiten auftreten. Auch das Motorgehäuse säubern, besonders da wo nachher der O- Ring sitzt. Feder,
Ölsieb und Verschlussdeckel wieder anbringen und anziehen.
Dieser Deckel / Schraube ist aus Alu,
ebenso das Motorgehäuse. Darum den Verschluss mit Gefühl
anziehen. Möglichst mit einem Drehmomentschlüssel, 22Nm sind
der richtige Wert.
Wird hier zu kräftig
„angeknallt" reißt schnell das Gewinde, der Deckel ist
hin. Zwar gibt es noch Ersatz bei Honda, doch das Teil kostet
rund € 25.- Ich habe einmal so einen Verschluss von einem
Drittanbieter gekauft, doch der war von unbrauchbarer Qualität.
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Zu fest
angezogener Verschluss
der Ablassöffnung. Man erkennt,
wo das Gewinde ausgerissen ist.
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Ein Drehmoment von
22 Nm ist vorgeschrieben |
Jetzt kommt das frische Öl in den
Motor. Das kann man machen indem man mit einem Trichter
langsam etwa drei Viertel des Öls aus der Literdose in den
Motor füllt und dann mit dem Peilstab / Verschluss prüft, ob
der Ölstand stimmt und ggf. so lange nachfüllt, bist der Ölstand
stimmt.
Nach jedem Nachfüllen etwas abwarten, bis
sich das Öl in der Ölwanne verteilt hat.

Fahrzeug beim Motorölwechsel
Einfacher geht es, wenn man sich eine Öldose
mit Tülle besorgt. Die haben in der Regel eine Skala, an der
man von außen die Menge ablesen kann. So kann man direkt und
ohne Trichter die 0,8 Liter einfüllen und ohne viel nachmessen
zu müssen.
Öldose
mit Auslauftülle
Nun den Motor starten und ein paar
Minuten im Leerlauf drehen lassen. Zwischenzeitlich das Altöl
in einen Behälter zum Transport in die Altölannahmestelle
umfüllen. Den Motor abstellen und auf Undichtigkeiten prüfen.
Abschließend die Seitenverkleidung wieder anbringen. Und,
auch wenn es banal klingt, noch einmal den Ölstand prüfen.
Altöl muss fachgerecht entsorgt werden,
auf gar keinen Fall einfach zum Hausmüll geben oder, noch
schlimmer, über den Abwasserkanal beseitigen.
Die meisten Städte und Gemeinden haben
Schadstoffsammelstellen, die auch Altöl, sogar kostenlos,
annehmen. Von dort wird es der Aufbereitung zugeführt.
Zwar sind auch Verkäufer verpflichtet, Altöl zwecks
Entsorgung anzunehmen, die verweisen aber meist auf
Sammelstellen. Und wer Öl im Versandhandel kauft, müsste es
sogar zurückschicken.
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