Montage des Auspuffs
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Ob man will oder nicht, der Auspuff muss mitunter demontiert werden, spätestens beim Rad / Reifenwechsel am Hinterrad. Das ist eine etwas fummelige Arbeit. Nach Abnahme der rechten hinteren Seitenverkleidung müssen noch sieben weitere Schrauben bzw. Muttern gelöst werden.

Gebraucht werden:

   Ringschlüssel SW 10, möglichst mit Gelenk
   Ringschlüssel SW 12 oder Ratsche mit Nuss SW 12
   empfohlen
   hitzebeständige Montagepaste
   Geduld

Zuerst sollten die beiden verchromten Hutmuttern SW10 von den Stehbolzen am Zylinderkopf entfernt werden. Damit wird verhindert, dass der Auspuff nach lösen der anderen Schrauben abrutscht und die Stehbolzen beschädigt.  Die Hutmuttern, besonders die hintere, sind leider schlecht zugänglich. Mit einem Schraubenschlüssel SW 10 kommt man mehr schlecht als recht dran. Besser geht es mit einem Ringratschenschlüssel, den man nicht umsetzen muss. Noch besser sogar, wenn ein solcher Schlüssel ein selbsthemmendes Gelenk hat.  Damit kann man den zu Verfügung stehenden Platz besser ausnutzen. Wer noch keinen hat, sollte die € 10 – 15.- investieren, es lohnt sich.

Ringratschenschlüssel mit Gelenk

Die anderen Schrauben SW12 machen weniger Probleme. Wer mag, kann die Gewinde vorab mit Kriechöl einsprühen, das geht aber nur von der Rückseite des Auspuffs; die Gewinde sind schwer bis gar nicht erreichbar. Es kann nicht schaden, die Gewinde der Schrauben bei der Montage mit Kupferpaste einzustreichen. Die beiden Schrauben SW10 im Hitzeschutzblech müssen nicht gelöst werden, es würde auch nichts bringen, da auf der Rückseite noch eine dritte Schraube für Halt sorgt.

Die zu lösenden Schrauben sind rot gekennzeichnet

Die verchromten Hutmuttern

Diese Hutmuttern sitzen meist sehr stramm. Durch die enorme Hitze verzundern die Stehbolzen und dadurch brennen die Muttern fest. Darum bei der Montage unbedingt hitzefeste Montagepaste wie Wolfrakote auftragen. 

Stehbolzen mit Montagepaste

Dann kann man bei der nächsten Demontage diese Verbindungen problemlos lösen. Kupferpaste ist hier nicht zu empfehlen. Die ab Werk verbauten verchromten Hutmuttern sind nicht ohne Grund verwendet worden. Die Stehbolzen werden in ganzer Länge von den Hutmuttern bedeckt und schützen so -besonders wenn die Stehbolzen etwas Montagepaste bekommen- vor Korrosion. Auch die Verchromung der Hutmuttern dient dem Korrosionsschutz. Sie sollten darum nicht durch einfache Muttern ersetzt werden.

Die Krümmerdichtung liegt im Zylinderkopf, man tut gut daran diese zu prüfen und bei Bedarf auszutauschen. Da sie noch bei anderen Fahrzeugen verbaut wird, ist Ersatz sowohl bei Honda als auch im Zubehörhandel zu bekommen. Auch hier darf gerne etwas Montagepaste aufgetragen werden.

Die Montage erfolgt in der umgekehrten Reihenfolge, also die Hutmuttern zuletzt.

 

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