| Vorstellung
des Spacy
Wie ich zum
Spacy kam
Spacy fahren
Operation
Auspuff
Montage des
Auspuffs
Ein paar
Worte zum Öl
Wechsel des
Motoröls
Der
Luftfilter
Kunststoffpflege
Reparatur
der Verkleidung
Benzin und
seine Probleme
Geschichtliches
Werkzeug
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darum auch keine Verantwortung für die gezeigten Inhalten
übernehmen.
Falls jemand glaubt, dass ich ein Experte für die Historie der
Motorroller bin, irrt sich gewaltig. Natürlich kenne ich das ein oder
andere Modell mehr oder weniger oberflächlich. Der folgende Text ist eine
kurze Zusammenfassung der von Wikipedia bereitgestellten Informationen.
Ich habe mich dabei auf einige Fahrzeuge, die ich für bemerkenswert
halte, beschränkt.
Zu den Originalbildern und den jeweiligen Artikeln in Wikipedia gibt es
Links, die neue Fenster öffnen. Dort gibt es weitere Informationen zu den
jeweiligen Fahrzeugen.
Für die Richtigkeit der Angaben auf externen Webseiten lehne ich jede
Verantwortung ab.
Ein Motorroller in heutigem Sinn ist ein Motorrad, das ohne Knieschluss
gefahren wird und über einen -mehr oder weniger- freien Durchstieg
verfügt. Der Tank befindet sich darum nicht wie beim Motorrad oben auf
dem Rahmen, sondern z.B. unter der Sitzbank. Zudem sind Motorroller
weitestgehend verkleidet und verfügen über ein Beinschild. Dieses
schützt den Fahrer bzw. die Fahrerin etwas vor dem Fahrtwind und Schmutz
oder Regen.
Erst in den 1950er Jahren kamen Motorroller von zahllosen Herstellern
auf den Markt. Aber tatsächlich gab es schon in der Frühzeit der
Motorisierung Fahrzeuge, die zumindest entfernte Ähnlichkeit mit der
heute üblichen Bauform haben.
Von 1915 bis 1921 stellte die Autoped Company of America einen
-ursprünglich als Kinderspielzeug gedachtes- Vehikel her. Der Motor war
am Vorderrad angebracht. Der Lenker war klappbar und diente der Bedienung.
Nach vorne bewegt wurde eingekuppelt, Gas wurde mit einem Drehgriff
gegeben. Zog man die Lenkstange nach hinten, wurde gebremst. Ein Sitz
fehlte noch. Der 190 ccm Motor entwickelte 1,75 PS
https://en.wikipedia.org/wiki/Autoped#/media/File:Autoped_1919_Ever_Ready_1.jpg
Bildautor: Piero at Dutch Wikipedia
Link zu Wikipedia, deutsch: https://de.wikipedia.org/wiki/Autoped_Company_of_America
Link zu Wikipedia, englisch: https://en.wikipedia.org/wiki/Autoped
Krupp, der Stahlkonzern, erwarb eine Lizenz und verbesserte das
Fahrzeug. Es kam ein Sitz in der Art eines Fahrradsattels hinzu. Außerdem
wurde die Motorleistung um 1 PS angehoben. Damit kam das Fahrzeug immerhin
auf 35 km/h, damals gar nicht so schlecht. Dennoch blieb der Erfolg aus,
der Markt war wohl noch nicht da.
In den Jahren von 1919 bis 1921 wurden nur wenige Roller verkauft.
Angeblich soll Alfried Krupp mit dem Fahrzeug unterwegs gewesen sein.
Im Bereich Fahrzeugbau hat Krupp sonst nur nur Lastwagen hergestellt.

Krupp Roller
Von User:Mattes - Selbst fotografiert, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=2615510 Link zu Wikipedia:
https://de.wikipedia.org/wiki/Krupp-Roller
Einen mehr auf Komfort ausgerichteten Ansatz verfolgte Ernst Eichler. Er
konstruierte das „Golem Sesselrad". Es verfügte über einen einem
Sessel nachempfundenen Sitz und einen Zweitaktmotor mit nur einer
Pferdestärke. Besonderes Merkmal war ein Griff am Rahmen, der den
Transport z.B. ein einen Keller erleichtern sollte. Großen Erfolg hatte
das Fahrzeug dennoch nicht; nach einem Jahr wurde die Produktion
eingestellt.

Golem Sesselrad
https://de.wikipedia.org/wiki/Golem_Sesselrad#/media/Datei:Golem_Sesselrad.JPG Bildautor: Ch Vik - Eigenes Werk, CC BY
3.0, Link zu Wipedia:https://de.wikipedia.org/wiki/Golem_Sesselrad
In Kooperation mit den Zschopauer Motorenwerken J.S. Rasmussen
(Hersteller der DKW Motorräder und Autos) wurde der Sesselroller
weiterentwickelt. Der Motor erstarkte auf 1,5 PS aus 140 ccm und und
später 2,25 PS, die aus 170 ccm. Der Motor brauchte eine Mischung von
Benzin und Öl von 10 : 1, heute unvorstellbar. Damals war es ein
übliches Mischungsverhältnis.
Die Herstellung der Alleinvertrieb von ca. 2500 Lomos Sesselrädern lag
ab 1922 bei Ernst Eichler & Co., Berlin. Aber auch hier blieb ein
durchschlagender Erfolg aus, 1925 wurde die Fertigung aufgegeben.

Lomos Sesselrad
Link zum Original: https://de.wikipedia.org/Datei:Lomos_Sesselrad.jpg
Bildautor: Lothar Spurzem, CC BY-SA 2.0
DE https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/de/deed.enb
via Wikimedia Commons
Link zu Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Lomos_Sesselrad
Danach war zunächst Ruhe im Bereich der Motorroller, Motorräder
wurden mehr nachgefragt.
Das änderte sich erst nach dem Ende des zweiten Weltkriegs. Die Firma
Piaggio, die während des Krieges Flugzeuge gebaut hat, durfte auf Befehle
der Siegermächte keine Rüstungsgüter mehr produzieren. Ein Schicksal,
das in Deutschland auch Heinkel teilte, nicht die einzige Parallele.
Piaggio beauftragte den Ingenieur D´Ascanio ein Fahrzeug zu konstruieren,
das preiswert, robust und zuverlässig war und in die schlechte Zeit nach
dem Krieg passte. Als Flugzeugbauer kannte sich D´Ascanio mit Leichtbau
aus. Heraus kam die Vespa. Anfangs nur 98ccm und einen Sitz. Da es damals
noch vielê Pferde und daher auch viele verlorene Hufnägel gab, waren die
Räder nur einseitig aufgehängt und die Felgen zudem teilbar. So konnten
Vespisti die allfälligen Reifenpannen noch auf der Straße reparieren.
Später erhielt die Vespa sogar ein Ersatzrad.
Diese Konzeption überzeugte. Nicht nur in Italien, auch in Europa und
sogar weltweit. In vielen Ländern wurde die Vespa in Lizenz gebaut, in
Deutschland von Hoffmann in Monheim.
Über die Jahrzehnte hinweg wurde die Vespa immer weiterentwickelt, es
gab Roller von 50 bis 200 ccm. Irgendwann konnte der Zweitaktmotor nicht
mehr den Abgasbestimmungen genügen. Aber auch die modernen Nachfolger der
Ur- Vespa waren und sind bis heute erfolgreich und finden Käufer in der
ganzen Welt.

Vespa Primavera
Link zum Original: https://commos.wikipedia.org/wiki/File:Vespaprimavera.jpg Bildautor:
User: user:KMJ
Link zu Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Vespa
Natürlich wollten andere Hersteller vom Boom der Motorroller
profitieren. Roller bieten durch das Beinschild einen etwas besseren
Wetterschutz als Motorräder. Zudem wird die offen sichtbare Technik nicht
von jedem geschätzt, beim Roller ist sie unter der Verkleidung
verborgen. So kann man die Kleidung nicht mit Öl verschmutzen. Für viele
Käufer war der Roller ein Ersatz fürs Auto.
So entwickelten in den 1950er Jahren zahllose Motorradhersteller eigene
Roller, auch neu gegründete Firmen versuchten, sich ein Stück vom Kuchen
zu sichern. Zuverlässigkeit, Komfort und einfache Bedienung wurden vom
Kunden verlangt, die Hersteller versuchten diesen Wünschen zu
entsprechen. Besonders die immer selbstbewusster werdenden Frauen wollten
sich nicht mit öligen Fingern herumschlagen, sondern unabhängig und
bequem mit eigenem Fahrzeug unterwegs sein.
DKW präsentierte den Hobby mit stufenlosem Riemenantrieb. Heute bei
Motorrollern Standard, damals eine Sensation. Nicht nur die Damenwelt fand
Gefallen an diesem einfach zu bedienendem Fahrzeug.

DKW Hobby
Bildautor: Joachim_Köhler – File: ZweiRadMuseumNSU_DKW_Hobby.JPG,
CC
BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=141461814 Link zu Wikipedia:
https://de.wikipedia.org/wiki/DKW_Hobby
Für diejenigen, die zwar mit einem Pkw liebäugelten, aber sich den
noch nicht leisten konnten oder schlicht den Führerschein nicht hatten,
gab es von Heinkel den Tourist. Seinerzeit der einzige deutsche Roller mit
Viertaktmotor, ohne den markanten Zweitaktduft und ohne die Notwendigkeit,
beim Tanken die Zweitaktmischung herzustellen zu müssen. Ich finde, der
Honda Spacy hat ein wenig Ähnlichkeit mit dem Heinkel Tourist, nicht nur
wegen des Viertaktmotors.

https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=2500614
Bildautor: Lotar Spurzem CC BY-SA 2.0 de https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=2500614
Link zu Wikipedia: https//de.wikipedia.org/wiki/Heinkel_Tourist
Fast soviel Blech wie ein Auto hatte der Goggo- Roller der
Landmaschinenfabrik Hans Glas. Da es mit Landmaschinen nach dem Krieg schlecht
lief, wandte sich Hans
Glas dem Kraftfahrzeugbau zu. Nach dem Goggo- Roller brachte die Firma
einen Kleinstwagen namens Goggomobil heraus, später sogar recht sportliche
Mittelklassefahrzeuge. Mit der Entwicklung eines luxuriösen Coupés mit
V8 Motor hatte Glas sich wohl zu viel zugemutet, das ganze Unternehmen
wurde von BMW übernommen und später aufgelöst.

Goggo Roller
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/5/55/20061018_Fertig_montiert_04.JPG
Bildautor: Selbst fotografiert.Porsche-Makus at de.wikipedia, Public
domain, via Wikimedia Commons
Link zu Wikipedia: https://wikipedia.org/wiki/Glas_Goggo
In den 1980er und 1990er Jahren wurde das Zweirad fahren immer
populärer. BMW, lange dem Motorroller nicht zugetan, brachte im Jahr 2000
den C1, einen überdachten Roller heraus. Aber der kam leider nicht gut
an, die angedachte Kundschaft fuhr dann doch lieber ein Motorrad oder
blieb beim Pkw. So durchdacht der C1 auch war, er wurde als „Rhönrad"
verspottet. Schon 2003 wurde die Fertigung wieder eingestellt.

BMW C1
Bildautor: © Túrelio (via Wikimedia-Commons), 2002, CC BY-SA 2.5, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=1464013
Link zu wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/BMW_C1
In den 1950er Jahren gab es die Führerscheinklasse
4. Die berechtigte
zum fahren von Fahrzeugen mit maximal 250 ccm, sowohl ein- als auch
mehrspurig. Für Kräder und Roller war das eine preiswerte Sache, die
Klasse 4 war damals weit verbreitet. Viele der damaligen Kleinstwagen wie
Goggomobil und Isetta durften mit diesem Führerschein gefahren werden,
was zum Erfolg dieser Fahrzeuge beitrug. Allerdings auf Kosten der
Motorräder und Roller.
Mit zunehmenden Einkommen ließ das Interesse an Motorrädern und
Rollern ab dem Ende der 1950er Jahre mehr und mehr nach. Das sog.
Wirtschaftswunder erlaubte es mehr und mehr Menschen, sich einen Pkw
anzuschaffen. Dadurch verschwanden viele einst renommierte Hersteller vom
Markt oder gaben die Zweiradproduktion auf. In Deutschland sind z.B.
Zündapp, DKW, NSU und Horex zu nennen. Teilweise versuchten diese
Unternehmen, sich mit Kleinstwagen, oder wie DKW, Glas und NSU, mit Pkw über Wasser zu
halten. BMW konnte die Kradfertigung wohl nur durch Behördenaufträge wie
von der Polizei. aufrechterhalten. Und ohne die Isetta gäbe es den
heutigen Konzern vielleicht gar nicht.
Auch andere, heute längst vergessene Unternehmen versuchten, kleine
und kleinste Autos für Inhaber des Führerscheins der damaligen Klasse 4 an regen- und kältemüde Zweiradfahrer zu verkaufen.
In Erinnerung geblieben sind wohl nur noch Goggomobil und Isetta. Fuldamobil, Staunau, Zündapp Janus oder
Kleinschnittger sind heute nur noch Sammlern und Oldtimerfans ein Begriff.
Für den Lloyd LP300 aus dem Borgward-Konzern war schon ein
"richtiger" Pkw- Führerschein nötig.
Durch die Harmonisierung des europäischen Führerscheinrechts dürfen
Personen, die vor dem 1. April 1980 die Fahrerlaubnis der Klasse 3
erworben haben, Leichtkrafträder -also Roller und Motorräder bis zu 125
ccm und maximal 11kw Leistung- ohne zusätzliche Prüfung fahren. Das
brachte den Verkauf von 125er Zweirädern erneut in Schwung.
Heute sind die meistverkauften Roller Kleinkrafträder mit bis zu 50
ccm oder gleich Elektroantrieb. Klingt komisch, aber man auch ohne Benzin
fahren. Ist so.
Links zu den
Lizenzen der oben gezeigten Bilder, falls zutreffend:
https://de.wikipedia.org/wiki/GNU-Lizenz_f%C3%BCr_freie_Dokumentation
https://en.wikipedia.org/wiki/GNU_Free_Documentation_License
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